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Das geheimnisvolle Schweigen der Männer

HansG, Donnerstag, 30. Januar 2014, 12:38 (vor 2001 Tagen) @ Radfahrer
bearbeitet von HansG, Donnerstag, 30. Januar 2014, 12:48

Hi Radfahrer.

Ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Erheben der männlichen Stimme dürfte sein, eine Rhetorik zu finden, mit der ein Mann politische Missstände anprangern kann, ohne sich selbst als nicht-mächtig und damit gewissermaßen zweitklassig zu outen.

Diesen Satz kann ich genau so unterschreiben. Ich habe aber auch die Mühe gemacht intensiv darüber nachzudenken. Ich glaube aber nicht, dass der Schlüssel nur in der Rhetorik liegt.

Feministische Ziele werden im Normalfall mit "typisch" weiblichen Eigenheiten durchgesetzt. Jammern, Verantwortung auf Andere(Männer) schieben und insbesondere der unbewiesenen Opferrolle. Argumente sind vielfach entweder falsch oder verzerren die Wirklichkeit. Allerdings sprechen sie für gewöhnlich die Gefühlswelt an und damit insbesondere Frauen. Das ist meiner Ansicht nach auch der Grund warum logisch/rationale Gegenargumente ungehört verpuffen.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass sich Männerrechte nicht an Frauenrechten oder feministischen Forderungen orientieren dürfen. Welche Frau würde jemals eine Frauenquote bei der Müllbeseitigung fordern? Warum auch? Die Quoten bei der Bundeswehr sind nur dann realistisch zu erreichen wenn Frauen der Erfolg hinterher getragen wird. Von einigen Ausnahmen abgesehen hat doch kaum eine Frau Interesse am Kriegshandwerk.

Wenn man sich gegen diskriminierende Quoten ausspricht bekommt man häufig als Gegenargument, dass man nur Angst vor starken Frauen hätte. Aber gäbe es diese vielen starken Frauen bräuchten sie doch keine Quoten? Das verschwendete Potential wäre doch sonst offensichtlich und objektiv messbar.

Der politische Gegner ist daher auch nicht der Feminismus oder die wenigen "Krawallschachteln". Der Feind sitzt im eigenen Lager. Männer die sich Vorteile erhoffen indem sie sich bei Frauen anbiedern und unreflektiert ihre Forderungen übernehmen. Nur wenn sich potentiell Betroffene klar werden, in welcher politischen Situation sie sich befinden kann ein Umdenken stattfinden.

Den Kampf für Männerrechte ist ja nicht neu. Wahrgenommen wird die Bewegung allerdings erst seit kurzem und stellt sich auch noch zerstritten dar. So werden Antifeministen mit linken, rechten, religiösen "Eiferern" und liberalen Aktivisten in einen Topf geworfen. Dass die Kernforderungen oft gleich sind, sich aber in der Begründung komplett unterscheiden, wird auch gerne unter den Tisch gekehrt. Im feministischen Lager wird dieses Phänomen als Strömungen bezeichnet. Klingt ja auch viel besser als zerstritten.

Die eine Lösung kann es also auch nicht geben. Wo bei Männern rationale Überzeugungsarbeit gefragt ist dürften Frauen über emotionsgeladene Reden besser erreichbar sein. Also warum nicht den Fehlschluss aufzeigen indem man zum Beispiel sagt: "Ich habe nichts gegen eine Frauenquote für DAX-Vorstände. Sie betrifft mich ja nicht. Aber welche Vorteile du als durchschnittliche Frau davon hast ist mir ebenfalls ein Rätsel." oder "Es ist skandalös, dass Frauen immer noch(!) der Großteil Erziehungsarbeit aufgebürdet wird indem Vätern ihre Rechte entzogen werden und sie so ausgeschlossen werden."

Die erwünschte Opferrolle bleibt so bei der Frau; den das böse Patriarchat befreit ja Männer von ihrer Verantwortung. Gleichzeitig bleibt Mann aber der aktive aber ausgeschlossene Teil. An den Formulierungen lässt sich sicher noch feilen.

Auf Emotionsbasis ist es ja auch so, dass ich wenig Mitleid mit tatsächlich benachteiligten Frauen habe so lange ich mich selbst benachteiligt und diskriminiert fühle. Selbst dann wenn meine Einstellung eben nicht gerecht oder logisch ist.


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