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Der schwierige Kampf gegen die eigene Disposition.

adler @, Kurpfalz, Mittwoch, 29. Januar 2014, 17:20 (vor 2002 Tagen) @ HansG

Spruch "Ein Indianer kennt keinen Schmerz", der noch immer nachwirkt: Ein Mann müsse alles "im Griff" haben und dürfe nicht klagen, sonst verliere er an Männlichkeit.

Richtig! Deswegen werden "Jammerlappen" auch nicht ernst genommen. Es spielt einfach keine Rolle ob sie Recht haben. Es passt einfach nicht in die, plötzlich erwünschte, Rolle.

Das Grundproblem. Männer dürfen einfach nicht klagen. Und das ist genetisch bedingt.

Die Evolution des Menschen dauert mindestens schon 40.000 Jahre. Das ist eine andere Zahl als das Gejammere, dass nach soundsovielen Jährchen Emanzipationsgetue, der zum heldinnenhaften Kampf hochstilisiert wird, Frauen |noch immer - immer noch| sich nicht in Führungspositionen breitmachen konnten und Männer |noch immer - immer noch| BlaBlaBlupp...

Vor 40.000 Jahren, da gab es keine großen Städte nur kleine Grüppchen zogen durch die Urwälder und mussten ums Überleben kämpfen, dh schauen, wo es was zum Essen gibt, um nicht zu verhungern und sich durchsetzen gegen andere Grüppchen, die einem die saftigen Weidegründe streitig machten, weil sie auch nicht verhungern wollten.

Frauen trugen ihren Teil zum Überleben der Gruppe dadurch bei, dass sie Kinder gebären konnten. Das aber nur 1x im Jahr. Fällt eine Frau aus, dann ist das Überleben der Gruppe gefährdet, weil diese eine Frau keine Kinder mehr gebären kann. Deshalb ist sie unersetzbar und auch biologisch wertvoller. Das ist in diesem Falle keine Wertung von mir, sondern ein absolut richtiger faktenbasierender wissenschaftlicher Begriff.

Daher ist eine Frau immer schützenswert gewesen, auch wenn sie sonst nichts zum Erhalt der Gemeinschaft beitrug und also nur auf der faulen Haut lag und sich bedienen ließ.

Was machte nun einen Mann wertvoll für die Gemeinschaft? Da er keine Kinder gebären kann, muss er sich anderswie für die Gemeinschaft Verdienste erweisen. Ein Mann, der ausfällt im Kampf um die guten Weidegründe oder dem Kampf gegen Mammuts zur Fleischbeschaffung mit lächerlichen Waffen oder dem Säbelzahntiger, der die Gemeinschaft bedrohte, der ist biologisch leicht zu ersetzen, wenn er bei seiner gefährlichen Tätigkeit ums Leben kommt. Wenn der eine Mann ausfällt, dann macht das nichts. Der Überlebende kann leicht auch mehrere Frauen schwängern. Aber ohne Essen zB nach der Vertreibung aus den guten Weidegründen durch eine angreifende fremde Sippe, stirbt die Gemeinschaft und ihr Erbgut ist verschwunden. Das Erbgut der ganzen Sippe!

Weil er aber leicht zu ersetzen ist, musste auch er diese lebensgefährliche, aber notwendigen Aufgaben übernehmen, während die Frauen zu hüten sind, wie der eigene Augapfel.

Wie gesagt, dauerte diese Evolution zigtausende Jahre. Es wird aber schon bei den verwandten Primaten so gewesen sein, bevor sich der Homo Sapiens abzweigte und auf den Weg machte. Deshalb reden wir jetzt von 100.000en von Jahren Evolution.

Ganz klar gab es da Spezialisierungen in diesen Zeitläuften. Jeder tat das, was er/sie am besten kann. Frau gebiert Kinder und spezialisiert sich darauf, wird genetisch darauf optimiert. Eine Frau ist schon per se, durch ihr eigentliches Vorhandensein, ein Gewinn und Überlebensgarantie für die Gemeinschaft. Der Mann muss aber etwas leisten, um Anerkennung zu finden.

Der Wert der Frau liegt in ihrer Natur. Sie kann Kinder kriegen und leistet alleine dadurch ihren Beitrag zum Erhalt der Sippe.
Der Mann wird darauf optimiert, diese Gemeinschaft, Frau und Kinder zu versorgen und zu beschützen. Er kämpft gegen Feinde, wenn sie der Sippe die guten Weideplätze wegnehmen will oder verjagt andere Sippen. Er verteidigt Frau und Kind gegen wilde Tiere und tritt ihnen mit lächerlichen Waffen todesmutig entgegen um Nahrung zu beschaffen. Er muss Überschuss erwirtschaften, sonst ist er nichts wert für die Gemeinschaft.

Eine sonst nutzlose Frau kann Kinder gebären. Fällt sie aus, dann fällt sie für die Evolution in allen nachfolgenden Generationen aus. Sie ist auf jeden Fall zu schützen!

Ein Mann, der keinen Mehrwert für die Gemeinschaft, heute Gesellschaft, erwirtschaftet, der ist ein nutzloser Mitesser und wird verachtet. Von Mann UND Frau! Er hat kein Lebensrecht, weil er die Gemeinschaft schwächt. Seinen und von Beta bis Epsylon biologischen Teil, die Zeugung, kann ein anderer, stärkerer vielfach übernehmen und so wird Alpha den Beta und dieser den Gamma Mann verstoßen.

Diese genetischen Dispositionen sind das Grundprogramm. Alles weitere, komplexere Verhalten hat diese Grundlage. Wir können ihm kaum entkommen. Es gibt nur eine Ausweg, das ist die Bewusstmachung und Bewusstwerdung dieser simplen Prozesse. Nur wenn mann sich darüber klar wird, kann mann ihnen entkommen.

Leichter aber ist, das gemütliche Elend zu leben. Das war schon immer so und deshalb scheint es gut so. Die Bewusstwerdung ist ein aktiver Prozess, läuft gegen die eigene Disposition, kostet Kraft und Energie. Die feministische Helferindustrie weiß das und spielt auf dieser Klaviatur die Männer aus.

Es ist wie in der Psychopathologie. Der Leidensdruck muss enorm hoch sein, bevor sich jemand wirklich auf den Weg macht, sein Leben zu ändern. Denn das ist kräftezehrend und macht zunächst Angst. Alles Fremde und Neue birgt erstmal Gefahren, denn das Alte hat mich zumindestens nicht umgebracht -bisher.

Es wird den Männern noch viel schlechter gehen müssen, sie werden sich noch sehr viel mehr demütigen lassen müssen , bevor sie bereit sind diesen mühsamen zu Weg gehen, fürchte ich. Alles, was wir tun können ist, diesen Weg zu beschleunigen, indem wir über diese Zusammenhänge aufklären. Wir kämpfen bergauf, gegen die eigene Disposition. Dieser Weg kann kein leichter sein. Frauen, zumindest in den akademisch gebildeten Zirkeln und ihren Kompetenzzentren, haben diese Zusammenhänge erkannt und spielen damit. Die anderen haben zumindest ein gefühltes Wissen darüber und spielen auch damit. Einmal auf hilfloses, schwaches Weib gemacht, wenn es gerade passt, vielleicht noch ein Tränchen, das aus den Augen kullert, dass hilft sogar vor Gericht.

Eine ausgezeichneten Artikel dazu gab es vor einigen Jahren bei dem Magazin "Merkur" von Roy Baumeister unter dem Titel: "Wie Kultur Männer benutzt". Entweder gibt es den nicht mehr oder er ist inzwischen kostenpflichtig. Hier gibt es ihn noch zu lesen [2012]. Man kann ihn dort auch als .pdf herunterladen.
http://www.unvergesslich.de/leser/items/gibt-es-ueberhaupt-etwas-gutes-an-maennern.html

Roy Baumeister hat daraus ein ganzes Buch gemacht, zusammen mit Jürgen Neubauer:
"Wozu sind Männer eigentlich überhaupt noch gut?:
Wie Kulturen davon profitieren, Männer auszubeuten"

http://www.amazon.de/Wozu-sind-M%C3%A4nner-eigentlich-%C3%BCberhaupt/dp/3456850808/ref=...
(Leider ein Amazon-link, weil am einfachsten zu finden. Gibt es aber auch sonst überall. Sogar jede feministische Buchhandlung wird dieses Buch besorgen können).

Vor einigen Tagen hat Arne einen Artikel verlinkt, der den Komplex ähnlich beackert. Der ist etwas kürzer und auch leichter zu lesen, aber für den Einstieg ganz gut: "Plädoyer für einen Liberalen Maskulismus".
https://medium.com/republik-osterreich/5412bfa29026

Gruß
adler


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