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Sind Schwule normal?

Eugen, Donnerstag, 19. Dezember 2013, 16:54 (vor 2070 Tagen) @ Radfahrer
bearbeitet von Eugen, Donnerstag, 19. Dezember 2013, 17:43

Ha! Habe ich euch erwischt, meine Lieben, die ihr um dieses Forum einen großen Bogen macht, solange es nur um so langweiligen Kram wie die Bildungsbenachteiligung von Jungs oder mangelhafte Gesundheitspolitik für Männer geht, und die ihr lieber in „der Müllhalde der Männerrechtsbewegung“ (vulgo: Gelbes Forum) stöbert, als auch mal einen Blick auf die Homepage des einzigen, ausdrücklichen und ausschließlichen Männerrechtsvereins MANNdat zu werfen. Aber „Sind Schwule normal?“ - da will man natürlich wissen, ob es da „endlich mal Einer sagt“ oder was da von einem „Idioten von Maskulisten“ wieder mal abgesondert wird.

Genug des Vorspiels. Zur Sache!

Faszinierend wie das Paarungsritual bei den Igeln - sehr langsam und vorsichtig - erscheint mir die Annäherung zwischen Schwulen und Heteros. Das wundert mich nicht. Schwule sind ein Minderheit, Männerrechtler eine noch kleinere Minderheit und schwule Männerrechtler gar eine ausgesprochene quantité négligeable.

Ich erinnere mich an Zeiten, da haben einige Männerechtler Schwule umgarnt mit dem Motto: „Auch Schwule sind von den Benachteiligungen der Gesamtheit der Männer betroffen!“ Aber diese Avancen waren von wenig Erfolg gekrönt. Die Mehrheit der Männer weiß nichts von den Hauptthemen der Männerrechtler. Warum sollte es bei Schwulen anders sein, die zudem noch zusätzliche, ganz andere Themen und Probleme haben.

Die jetzige Initiative von Schwulen oder deren Sympathisanten unter dem Motto: „Auch Schwulenrechte sind Männerechtler“ scheint mir ein ebenso zweifelhaftes Unterfangen.

Erstens sind Schwule politisch weitaus besser politisch aufgestellt. So können Männerrechtler nur träumen vom Bürgermeister einer Großstadt oder einem Minister, der sich als Männerrechtler outet. Wie könnten ein paar Hanseln von Männerrechtlern das noch toppen?

Und auch dies äußerst seltsam: Männerrechtler werden da offenbar als so eine Art offizielle Vertretung angesehen, die sich möglichst auch der Probleme von Schwulen anzunehmen habe: „Für Männerrechtler sollte auch hier der Abbau von Diskriminierung ein zentrales Anliegen sein“ schlussfolgert beispielsweise Arne Hoffmann in seinem Blog in einem größeren, recht bemerkenswerten Beitrag. http://genderama.blogspot.de/2013/12/erste-maskulistische-blogparade-warum.html

Und verlinkt zu einem Beitrag, der das Problem eigentlich ganz gut illustriert:
"Auf der “Müllhalde der Männerrechtsbewegung” – dem Forum “Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land” – muss ich lesen... Und warum falle ich darauf hinein, mag man fragen? Warum messe auch ich den Radikalen eine Bedeutung bei, die sie in Wahrheit gar nicht haben?"
http://gaywest.wordpress.com/2013/12/12/mannerrechtler-ich-mag-euch-ja/

Ja, lieber Adrian, da haben wir offenbar ein Problemchen. Messe ich die Schwulen vielleicht an der Lederszene, an Fistern, an Strichern oder an sonstigen Facetten des schwulen Kosmos? Also warum starren offensichtlich aufgeklärte und interessierte Schwule mit morbider Faszination auf die „Müllhalde der Männerrechtsbewegung“, wie kommen sie überhaupt auf die Idee, das könne etwas anderes als ein virtueller Stammtisch sein - statt dass sie sich in Scharen der tatsächlichen Männerrechtsbewegung anschließen?

Oder noch schlimmer - David:
„Ich habe Adrians Blog bisher vernachlässigt, mir wurde erst mit seinem Artikel klar wie dumm Maskulisten sind, die die Diskriminierung von Schwulen nicht zu ihrem Thema machen (ganz zu schweigen von den Idioten, die sie aktiv ausgrenzen und die eigene Bewegung damit komplett diskreditieren). Es ist eine Schande, dass Schwule sich vom Feminismus (leider zurecht) besser vertreten fühlen, obwohl sie in vielen Aspekten auch von seinen negativen Auswüchsen betroffen sind. Hier hat die Männerbewegung bisher auf ganzer Linie versagt, und macht Vorbehalte erst recht nachvollziehbar.“
http://allesevolution.wordpress.com/2013/12/13/weiteres-zu-falsch-verstandenen-regeln-d...

Tolle Logik: Schwule fühlen sich vom Feminismus besser vertreten und deswegen hat die Männerbewegung versagt? Wer soll wem politisch in den Sattel helfen? Die Männerrechtler den Schwulen? Absurd! Ich denke dass der zwangsläufige Weg darin bestehen muss, dass auch schwule Männer sich politisieren, nicht im Hinblick auf ihre Sexualität, bewahre, da haben sie ihre Baustellen schon vor Jahrzehnten gehörig bedient, aber im Hinblick auf ihre Benachteiligungen als Angehörige des männlichen Geschlechts. Es dürfte nämlich nur sehr wenige Benachteiligungen von Männern geben, von denen nicht auch schwule Männer betroffen sind.

Also wenn schwule Männer etwas gegen ihre Diskriminierung als Männer tun wollen, dann gilt für sie, wie für jeden anderen, die Einladung bei MANNdat mitzumachen. Was können wir mehr tun?

Gruß, Eugen


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