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Ratgeber Frauenfragen: Die politische Linke und der Feminismus

Eugen, Montag, 16. September 2013, 20:38 (vor 2110 Tagen) @ AndreasKs.

Günter Buchholz hat Cuncti ein Interview zur politischen Linken und Feminismus gegeben. Das Interview ist in Gänze lesenwert.

Hier sei nur dieser eine, besonders gelungene Passus zitiert:

Befreien kann man sich immer nur aus etwas Unfreiem, und die Strukturen, Regeln und Einschränkungen seitens der ständischen Gesellschaft, unter denen die Menschen im 18., im 19. und im frühen 20. Jahrhundert litten sind das beste Beispiel dafür. Wenn aber Gleichberechtigung Verfassungsrang hat und wenn verbliebene rechtliche Ungleichheiten beseitigt worden sind, dann kann von einer Emanzipation insoweit keine Rede mehr sein, denn sie ist verwirklicht.

Damit bin ich nicht einverstanden. Emanzipation ist eine Leistung, die jedes Individuum persönlich erbringen muss. Keine Verfassung, kein Grundgesetz kann mich emanzipieren. Das muss ich schon selbst leisten. Leider wird allzuoft der Begriff "Emanzipation" für Frauen reserviert, dabei hätten gerade Männer es in unseren Tagen bitter nötig, sich zu emanzipieren - vor allem von diesem lästigen Inkubus namens "Frau" in ihrem Kopf.

Den Frauen stehen alle Möglichkeiten offen, aber sie müssen sie selbst nutzen, und das vollzieht sich im Wettbewerb mit anderen Menschen. Darin allerdings müssen sie sich bewähren. Gleichberechtigung bedeutet nicht und hat nie bedeutet, über eine geschenkte Erfolgsgarantie zu verfügen. Gleichberechtigung bedeutet, dass sich alle in gleicher Weise und ohne Erfolgsgarantie am gesellschaftlichen Wettbewerbsprozess beteiligen dürfen.

Das ist unstreitig richtig und gut formuliert. Aber was nun? Ballzauber und Ballett im Mittelfeld reicht halt nicht. Auch im gegnerischen Strafraum muss etwas passieren. Der zaghaft aufkeimenden Männererechtsbewegung fehlt es in dieser Hinsicht noch viel zu sehr an der Abschlussorientierung.

Gleichstellung bedeutet aber das Gegenteil von Gleichberechtigung, nämlich eine vorab und außerhalb des Wettbewerbs durchgesetzte Ergebnisgleichheit, die eine politische Wettbewerbsverzerrung darstellt. Das hat mit Emanzipation in keinem Sinne etwas zu tun. Die manchen nicht unwillkommene Verwechslung der beiden ähnlich klingenden Begriffe ist Basis einer Täuschung, die sich fälschlicherweise auf Emanzipation beruft, während sie tatsächlich eine Privilegierung zu Lasten von Wettbewerbern ist. Im Fall der feministischen Quotenpolitik sind eben Männer die Diskriminierten.

Ich kann mich nicht entsinnen, irgendwo gelesen zu haben, dass Feministinnen sich auf Emanzipation berufen hätten, wenn sie ihre dummdreisten, unverschämten Forderungen artikuliert haben ("Wir wollen Männer für den Charme des Spülbeckens begeistern" o. ä.) Sie haben einfach das Maul aufgerissen und gefordert.

Vielleicht brauchen wir auf unserer Seite auch erstmal so ein paar richtig dummdreiste Kotzbrocken in Politik, Gewerkschaften und Behörden, die genau so unverschämt hinlangen. Aber wenn sich das Einer trauen würde, dann stünden gleich zehn Frauenfreunde da, ihn zur Sau zu machen.

Das erinnert mich an einen Text meines Lieblingsschriftstellers:

Ratgeber Frauenfragen: Wenn ein dummer Mann und eine kluge Frau streiten, verliert der Mann. Und wenn ein kluger Mann und eine dumme Frau streiten ist es genau umgekehrt - dann gewinnt die Frau!

Gruß, Eugen


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