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Theorie und Praxis

Sandal Tolk, Freitag, 28. Juni 2013, 09:01 (vor 2157 Tagen) @ Eugen

Hallo Eugen,

da mann an der Frequenz meiner Beiträge erkennen kann, dass ich nur ab und zu zum Schreiben Zeit habe, hier eine erste Stellungnahme.

Dieser Strang hier ist schon ein recht gutes Beispiel dazu, dass geschriebene Sprache nicht immer nützlich ist.

Eine Demokratie lebt von der Meinung aller. Soll das heissen, dass MANNdat unsere Meinung nicht interessiert?


Was ist denn das für eine komische Frage? MANNdat ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Männerrechtlern. Die dürfen sich für das interessieren was sie wollen oder auch nicht interessieren. Die Verwendung des Begriffs Demokratie dabei finde ich lustig. Demokratie lebt sie nicht von Meinungen sondern von Macht. Das ist ja gerade das Prinzip: "Natürlich freuen wir uns liebe Wähler, dass ihr eine Meinung habt. Sie interessiert uns nur nicht."

Ich hatte schon gehofft, dass Du mich etwas besser kennst und die Frage die ich gestellt habe, als rhetorische Frage einordnest.

Denn ich bin in diesem Strang schon zweimal darüber belehrt worden, was MANNdat macht und wie er es macht.

Wer mich kennt, weiss, dass ich darüber nicht belehrt werden muss. Daher muss ich davon ausgehen, dass die Belehrungen für die Mitleser hier im Forum gedacht waren. Dann ist aber ein Hinweis auf den Ton schon angebracht, denn der erste Eindruck, der einem unbedarften Leser vermittelt wird, ist wohl der aus meiner rhetorischen Frage.

Es ist nun mal leider so, dass - soweit mann nicht im Besitz literarischen Talentes ist - mann schriftlich nicht immer das rüberbringen kann, was mann sagen möchte. Die Folge sind Missverständnisse und langatmige Erklärungen oder sinnlose Schlagabtausche.

Das ist auch der Grund, warum ich den Bedarf einer "Akademie" sehe. Damit wir lernen, wie mann miteinander redet, kommuniziert, ohne gleich in Konfrontationen überzugehen.

Beschränken wir uns doch hier im Forum besser auf die Vermittlung von Informationen. Das genügt.

Genau das ist eigentlich auch der Sinn meines Eingangspostings gewesen: Unsere Ziele liegen nicht zwischen uns, noch links noch rechts von uns, sondern vor uns. Wie wir dahinkommen ist eigentlich egal, Hauptsache wir kommen dahin, egal welche Meinung der links oder rechts von mir hat, solange es unser aller Ziel ist.

Da ich aber nicht den Anspruch erheben kann, das Ziel aller im Alleingang zu definieren, wäre es sinnvoller die Ziele gemeinsam zu definieren. Solange keine gemeinsame Ziele definiert sind, wird mann sich unnötigerweise aufreiben.

Du hattest seinerzeit mit anderen immerhin ein Angebot auf höchstem demokratischem Niveau organisiert. Es wurde schlicht nicht angenommen.

Richtig.

Wir leben aber in einer Zeit, in der wir selbst das Denken delegieren. Für jeden Bereich haben wir irgendeinen Experten, der für uns das Denken übernimmt. Bei Zivilstreitigkeiten geben wir das Denken an Anwälte ab - man gibt denen sogar eine Vollmacht - bei Familienstreitigkeiten geben wir das Denken an Jugendämter und sonstigen Professionen ab. Wenn es darum geht, demokratische Entscheidungen zu treffen, geben wir das Denken an sogenannte Politiker ab. Die Politiker wiederum geben das Denken an Lobbyisten weiter. Usw., usf.

Ich wollte demokratische Entscheidungen und Programme verabschieden. Es liegt aber wie gesagt am modernen Menschen, dass er alles delegieren möchte und nachdem er alles delegiert hat, lautstark seine Unzufriedenheit darüber äußert, dass ihm das nicht passt, wozu er nicht bereit war mitzuentscheiden. Daher war es einfach nicht möglich solche Prozesse in Gang zu bringen. Das scheint in der ganzen Gesellschaft so zu sein, siehe die Vorgänge in der Piratenpartei. Diese Vorgänge haben meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Du kannst keine Demokratie mit Menschen aufbauen, denen die Internet-Daten-Pakete wichtiger sind, als das Bild der Familie, das als Grundlage der Gesellschaft durch das Grundgesetz geschützt werden soll.

Solchen Menschen fehlt der Blick für das Wesentliche. Es müsste unser Streben sein, diesen Menschen die Augen zu öffnen, indem man des "Kaisers neuen Kleider" runterreisst.

Wer etwas ändern möchte, muss ein Paradigmenwechsel in der Mentalität bewirken. Ich bin der Meinung, dass hier eine Riesenmarktlücke vorhanden ist: Man muss den Menschen wieder das selbständige Denken, die echte Kommunikation und den Sinn für das Wesentliche zurück geben. Z. B. über eine "Akademie", nicht über einen Forum.

Erst wenn mann solche Menschen gefunden hat, lassen sich Entscheidungen demokratisch finden, abwägen und legitimieren. Das ist ein langer Weg, an dem aber keiner vorbei gehen kann.

Das ist meine Überzeugung und keine Aufforderung an irgend jemand, irgend etwas zu tun. Wenn jemand von etwas überzeugt ist, wird er das tun, was er für richtig hält.

Gruß
Michael

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".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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