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Links-sein und Feminismuskritik

Mannzipation, Dienstag, 18. Juni 2013, 14:10 (vor 2169 Tagen) @ KlausT

Hallo Klaus,

Besonders interessiert mich natürlich die Meinung derjenigen linken und Linksliberalen hier, die hierzu bereits eine für sie adäquate Position gefunden haben.

gerne

Oder schließen sich feminismuskritisch-sein und links-sein aus?? 

Nur in den Köpfen der Schwarzers, Maischbergers, Homanns usw. aber nicht im realen Leben.

Ich finde es schwierig, sich als Linker feminismuskritisch zu positionieren: 
1. Alle Parteien, die für mich wählbar sind bzw. als Interessenvertreter in Betracht kommen, haben eine derart einseitige feministische Ausrichtung,

Dazu hatte ich als Hilfestellung gerade vor kurzem was Passendes für den kommenden Herbst geschrieben

2. Die veröffentlichte Meinung der „Mainstreammedien“ unterstützt den herrschenden Feminismus ganz überwiegend unkritisch.

Kein Wunder, Untersuchungen zufolge verorten sich afair zwei Drittel der ANgestellten in den Medien selbst eher linksfeministisch und Grünen-freundlich. Finde leider den Link dazu nicht. @Arne, kannst du aushelfen? Du hattest doch dazu mal was gebloggt.

Gottseidank gibt es das Internet, in dem man heute recherchieren und ggf. nachprüfen kann und nicht mehr wie früher mangels Alternative stur alles glauben, was andere einem vorkauen.

3. Meine linken und linksliberalen Freunde oder Bekannte haben sich i.d.R. nicht mit der Praxis des aktuellen Feminismus’ beschäftigt, finden Feminismus und Frauenemanzipation aber gut (Letzteres ich natürlich auch).

Jaja, das kenne ich zu Genüge. Hab schon so manche Diskussion deswegen gehabt. Hat zwar zuerst in Irritation geführt aber mangels Gegenargumenten ist das mittlerweile akzeptiert. Ich denke, der eine oder andere ist dadurch auch ein wenig ins Grübeln gekommen....hoffe ich zumindest. ;-)

Sagen z.B., dass Frauen immer noch schlechter bezahlt würden, sind gegen häusliche Gewalt (die natürlich von Männern ausgeht) usw.

Solche Phrasen kann man recht schnell kontern, da kappt dann erst mal die Kinnlade runter und dann ist Ruhe. Im günstigsten Fall kommt man so sogar ins Gespräch und kann denjenigen zum Nahdenken bringen.

Es fällt mir schwer, eine eigene Position zu finden und (offensiv) zu vertreten, mich sozusagen zu emanzipieren von der „herrschenden Meinung“, die auch im Freundes- und Bekanntenkreis herrscht.

Das ist ein weit verbreitetes Problem in der Bevölkerung, Staatliche und medial forcierte Verdummung. ;-) Jahrzehntelanges gebetsmühlenartiges Einlullen mit den feministischen "Weisheiten" haben sich halt ins Bewusstsein der Massen eingefressen, das kriegt man nicht so leicht raus.
Aber Umwälzungen waren in der Geschichte ja auch nie Phänomene, die übers Wochenende passierten...

4. Viele Männerrechter, von denen ich im Internet etwas gelesen habe, sind „rechts“ und/oder Frauenhasser. Ich finde diese Leute abschreckend und erschreckend. Ich möchte mit denen nichts zu tun haben und kann mich mit denen auch nicht identifizieren.


Viele Männerrechtler sind erst durch persönliche Betroffenheit (meistens Scheidung mit Kind weg usw.) böse aufgewacht oder haben es aus dem Freundeskreis mitbekommen. Diese Leute sind natürlich entsprechend frustriert und wütend. Sowas gibt sich aber nach einer Weile und weicht einer konstruktiveren Art.

Ich wage zu behaupten, dass die Männerrechtsbewegung um Klassen ruhiger und gesitteter daher kommt als die Feministische Bewegung je war. Das es natürlich einige notorische Brüllaffen gibt, die ihren Frust im Internet auskotzen, will ich gar nicht bestreiten, diese Typen sind aber eher die Ausnahme. Natürlich gibt es Leute, die tatsächlich rechts bis rechtsradikal sind. Aber wo treiben die sich bitte rum? Hier bestimmt nicht, sondern im Schutze der Anonymität in einigen anonymen Foren.
Die ganze Gruppe anhand des Verhaltens einiger weniger über einen Kamm zu scheren bringt aber nichts.
Klischees wie "Männerrechtler sind rechtsradikale Frauenhasser" ist genauso Schwachsinn wie "Radfahrer sind alles rücksichtslose Verkehrsrowdies", "Katholische Pfarrer sind alles verkappte Kinderschänder" oder "Frauen können nicht Autofahren, Männer können nicht Windelwechseln".

Das hat sich etwas relativiert, aber ich habe nach wie vor den Eindruck, „Exot“ zu sein, der „empirische Beweis“, dass sich links-sein und feminismuskritisch-sein nicht ausschließen, ist noch nicht gelungen.

Also ich hab mich in der Vergangenheit auch eher immer "links" gesehen, wobei ich mittlerweile gar nicht mehr so genau weiß, was heißt "links sein" denn eigentlich genau?
Wenn "links sein" feminstisch sein bedeutet, heißt dann "rechts sein" Konservativ sein? Das ist alles Begriffsklauberei, die zu nichts führt.

Ergo, mach dir nicht so einen Riesenkopf darüber, ob du links, rechts, oben, unten, zwischendruch bist - (Radikal)feministinnen, denen dein männerrechtliches Anliegen natur- und Pfründesicherungsgemäß gegen den Strich geht, werden IMMER irgendwas finden, was sie dir vorhalten können - und sei es noch so hahnebüchern und offensichtlich konstruiert.

Konzentriere dich auf das Wesentliche vollauf legitime Anliegen, bestehende faktische Benachteiligungen von Jungen und Männern publik zu machen und zu beseitigen. Für alles andere gibt es genug andere Leute und Interessenverbände, die sich diese andere Themen und Interessen auf die Fahnen geschrieben haben...

Gruß
Mannzipation

--
Frauen werden in den Medien stets als das sensiblere, romantischere, empathischere und aufopferungsbereitere Geschlecht dargestellt. Warum begehen dann Ehemänner, deren Frauen sterben, zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sind?


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