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Links-sein und Feminismuskritik

Radfahrer @, Dienstag, 18. Juni 2013, 10:50 (vor 2222 Tagen) @ KlausT

Hallo KlausT,

ich verorte mich selbst auch eher links. Ich glaube aber, dass der Begriff "links" (und noch schlimmer, der Begriff "rechts") einem permanenten (Be-)Deutungswandel unterzogen sind, der teilweise politisch gewollt ist, der bis zu einer Begriffsverwirrung geht, weshalb ich mich scheue, diese Begriffe überhaupt zu benutzen.

Ähnliches gilt für "feministisch".

Für mich scheint es so zu sein, als wäre auch der Feminismus stark in Lager gespalten, wobei der essentialistische (im Sinn von Schubladendenken, "Jungs sind dumm und faul"; "die geringere Lebenserwartung der Männer ist angeboren"; "Frauen in Aufsichtsräten erhöhen die Diversität"), fremdenfeindliche ("#killallmen"), also nach meiner Begrifflichkeit(*) "rechtsradikale" Flügel des Feminismus letztlich der medial lauteste und politisch mächtigste zu sein scheint.

(*) ich bin da leider versaut. Mir ist klar, dass "rechts" ursprünglich mit den von mir beschriebenen Lastern nichts zu tun hat. Ich habe einen großen Respekt vor ernsthaften bürgerlich oder wertkonservativ denkenden Menschen, die mir die unscharfe Begriffsverwendung bitte nachsehen mögen.

Und dieser Flügel macht nun eins. Er sucht sich gezielt Organisationen aus, die einen gewissen Einfluss haben und in der Bevölkerung ein positives ("soziales", "grünes", "ethisches") Image haben, z.B. die Partei die Grünen, die evangelische Kirche oder zuletzt ganz drastisch, die "Piraten". Oder öffentlich-rechtliche Medienanstalten. Oder auch große Konzerne wie die Telekom. Diese werden unterlaufen, indem gezielt in diese Organisationen eingetreten und mächtige Positionen angestrebt werden.

Ideale Positionen sind solche mit viel Einfluss und wenig Führungsverantwortung, wie Betriebsräte, "Beauftragte" (für Sicherheit, Ökologie, Qualitätssicherung, Gleichstellung).

Möglicherweise ist die feministische Bewegung selbst von diesem Flügel unterlaufen, und möglicherweise ist dieser Flügel nicht einmal feministisch im Sinne von "frauenbewegt", sondern eher ein Ableger der klassischen Rechtsradikalismus.

Oh, jetzt drifte ich aber Richtung Verschwörungstheorie ab.

Aber bei einem bleibe ich: Links-rechtes Lagerdenken hilft nicht weiter.

Grüßle, Radfahrer


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