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Links-sein und Feminismuskritik

Eugen, Dienstag, 18. Juni 2013, 10:40 (vor 2169 Tagen) @ KlausT
bearbeitet von Eugen, Dienstag, 18. Juni 2013, 11:49

Ich möchte hier eine Diskussion anregen über die Frage, ob und wie man als Linker bzw. Linksliberaler feminismuskritisch sein kann. Besonders interessiert mich natürlich die Meinung derjenigen linken und Linksliberalen hier, die hierzu bereits eine für sie adäquate Position gefunden haben. Oder schließen sich feminismuskritisch-sein und links-sein aus??

Hallo KlausT,

eine interessante Anregung, da solche Fragen in unseren Kreisen ja schon immer mal thematisiert wurden.

Ich finde es schwierig, sich als Linker feminismuskritisch zu positionieren:

Vielleicht sollte man zusätzlich unterscheiden, ob man feminismuskritisch oder männerrechtlich orientiert ist. Das macht es u. U. leichter! Auch nach außen.

Ich persönlich sehe mich in erster Linie als Männerrechtler, da ich die rechtliche, politische und allgemeine gesellschaftliche Situation von Männern als defizitär erkannt habe. Das ist eine völlig legitime, sogar legale und ausdrücklich förderungswürdige Haltung. Deswegen bin ich auch bei MANNdat (Reklame!)

Feminismus interessiert mich nicht. Das ist auch legitim und legal. Auch wenn irgend welche profeministischen Pudel sich darüber in die Hosen machen. Ich muss mich nicht für alles interessieren.

Was mich sehr wohl interssiert, sind jegliche Versuch aus profeministischen, politifeministischen, radikal- oder vulgärfeministischen Kreisen, mir diese Haltung streitig machen zu wollen, oder mich darin zu behindern, mich für Männerrechte einzusetzen.

1. Alle Parteien, die für mich wählbar sind bzw. als Interessenvertreter in Betracht kommen, haben eine derart einseitige feministische Ausrichtung, dass ich mich zum einen durch sie im Bereich „Geschlechterpolitik“ nicht vertreten fühle, aber auch – mangels Alternative - den Eindruck gewinne, dass man(n) als Linker eben auch NUR (unkritischer) Feminismusbefürworter sein darf.

Es gibt m. E. keine Alternative zu der Devise, wonach wir unsere Standpunkte dorthin tragen müssen, wo sie unterschlagen oder ignoriert werden. Das bedeutet also z. B.: MANNdat muss nicht links werden, sondern die Linke muss männerrechtliche Positionen aufnehmen, anerkennen und politisch durchsetzen.

2. Die veröffentlichte Meinung der „Mainstreammedien“ unterstützt den herrschenden Feminismus ganz überwiegend unkritisch.

Ganz m. M. Die Medien sind total versaut. Teils wegen ideologischer Infiltration (aktuelles Beispiel die Hetzkampagnen im Bayrischen Rundfunk) teils einfach deswegen, weil dort schon die dritte oder vierte Generation von dämlichen Teilzeitredakteurinnen sitzt, die aus vulgärfeministischer Selbstgerechtigkeit noch jeden Pups eine Frauenbeauftragten veröffentlichen, skandlöse Verstöße gegen Männerrechte aber völlig ignorieren.

3. Meine linken und linksliberalen Freunde oder Bekannte haben sich i.d.R. nicht mit der Praxis des aktuellen Feminismus’ beschäftigt, finden Feminismus und Frauenemanzipation aber gut (Letzteres ich natürlich auch).

Das kenne ich auch. Wenn man denen was von Männerrechten erzählt, dann lächeln sie überheblich wissend oder glotzen wie die Mondkälber. Das war nie ihr Thema. Links-sein war ihr Thema. Eine (ausdrücklich links orientierte) Frau hat sich mal furchtbar über mein Engagement aufgeregt - bis zu dem Tag, als sie ihr Enkelkind nicht mehr sehen durfte, weil es die böse Ex ihres Sohnes nicht erlaubte. Tja...

4. Viele Männerrechter, von denen ich im Internet etwas gelesen habe, sind „rechts“ und/oder Frauenhasser.

Ich frage mich, ob das wirklich Männerrechtler waren, bzw. wie du zu dieser Annahme gekommen bist. Ich habe die ganz konkrete, persönliche Erfahrung, dass ein Großteil derer, die in unsere Szene eintreten, im günstigsten Falle von persönlicher Betroffenheit getrieben sind, wenn sie nicht gleich das Thema nur zum Anlass nehmen eine notorische Streitsucht und Besserwisserei auf neue Schlachtfelder zu tragen. Die gibt es aber, wie du wohl weißt, nicht nur in unseren Kreisen. Auch bei Rechten, Linken, Grünen und Karierten sollen solche schon gesichtet worden sein.

Gruß, Eugen


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