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mein Miniruck Richtung Mitte

Paperback @, Werne a.d.L., Freitag, 14. Juni 2013, 19:03 (vor 2316 Tagen) @ Friedhardt

Friedhard, Du fragst:

„Heißt das vielleicht, dass Du durch die Geschlechterfrage mehr in die Mitte gerückt bist?“
Also politisch bin ich meiner Haltung treu geblieben. Links im Sinne der SPD-Linken etwa war ich nie. Schon als junger Mann befand ich mich im Visier der Jungsozialisten, die in mir wahrscheinlich einen jungen reaktionären Aufsteiger sahen.
Ich habe irgendwann in den 80iger Jahren dann die SPD verlassen. Anlass waren die Attacken eines späteren SPD-Oberbürgermeister-Kandidaten, der dann in einer sogenannten Rot-Licht-Affäire bundesweit Berühmtheit erlangte und abtreten musste.
Allerdings entstamme ich einer klassischen Arbeiterfamilie und ich habe am eigenen Leib und in meinen jungen Jahren erlebt, wie sich meine Eltern beide abrackerten, ohne dabei auf einen grünen Zweig zu kommen, sehe ich mal von ihrem kleinen Häuschen ab, dass sie anfangs der 50iger Jahre erwarben.
Mein Vater führte den Umstand, dass ich im SPD regierten Hessen in den60iger Jahren zur Schule gehen konnte, um schließlich Abi zu machen und dann auch zu studieren, auf die sozialdemokratische Bildungspolitik zurück.
Ich habe Vaters Einstellung auch viele Jahre geteilt. Dann aber musste ich selbst erleben, wie mir, einem Arbeitersohn, von linken Jusos der „proletarische Stallgeruch“ abgesprochen wurde und sie mich in einem Ortsverein mit Hilfe von IG-Metall und IGBE-Funktionären kaltstellten.
Dabei hätte ich ein Musterbeispiel für die Idee sein können, dass jemand durch Leistung und Begabung soziale Schranken überwinden kann.
In den letzten Jahren kam dann eben die Erfahrung auch in meinem beruflichen Bereich hinzu. Da wurden unter dem Motto, dass bei gleicher Eignung, Bewerberinnen bei der Beförderung den Vorrang erhielten, Frauen auch mit geringster Berufserfahrung in Beförderungsämter berufen.
Als Vater bot sich mir dann folgendes Bild:
Im Kindergarten treffen Kinder auf weibliches Personal, in der Grundschule sowieso. Gibt es zu Hause dann vielleicht noch eine alleinerziehende Mutter, die mit List und Tücke den Vater vom Kontakt mit den Kindern abhält, dann haben solche jungen Menschen kaum noch eine Chance, eine männliche Person als Gegenbild oder Identifikations-Bild kennenzulernen.
Das kann für die Entwicklung sowohl von Jungen, aber auch von Mädchen nachteilig sein.
Im Zusammenhang mit meiner Trennung und Scheidung erlebte ich zudem, wie man mich als alleinerziehenden Vater mit bis zu vier Kindern in der Spitze im Stich ließ, während man eine Mutter powerte und ob ihres Mutes unterstützte.
Sozialpolitisch und besonders im Hinblick auf die Vermögensverteilung in der Bundesrepublik bin ich eher im linken Spektrum zu Hause, weil ich hier eine himmelschreiende Ungerechtigkeit sehe.


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