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Folgen der Vaterlosigkeit

Sandal Tolk, Dienstag, 19. Februar 2013, 15:41 (vor 2341 Tagen) @ OttoV

Wenn man jetzt mal außer Acht läßt, was diese Anwältin dem Vater antut, begeht sie noch zweierlei schwerwiegende Verstöße gegen das Kindswohl. Zum einen ist irgendwo in Bayern gestzlich geregelt, jedes Kind habe das natürliche Recht auf Umgang mit seinem Vater, ja sogar mit seinen Großeltern (die Anwaltin mißachtet dies so einfach), zum anderen schadet sie bewußt dem Kind, denn der Mensch als soziokulturelles Wesen lernt am meisten von seinen Eltern. Wenn nun ein Elternteil fehlt, wirkt sich dies meist nachteilig auf seine Entwicklung und Prägung aus. Weiß jemand, ob es dazu schon eine vergleichende Studie gibt zum Werdegang von Kindern, die mit beiden Elternteilen aufwachsen oder andererseits nur mit einem Elternteil. Erzieher, Lehrer, Patchwork-Väter sind beileibe kein Ersatz für die Liebe des leiblichen Vaters. Eine solche Studie wird wahrscheinlich gescheut, wie der Teufel das Weihwasser.

„Eine psychosomatisch-epidemiologische Langzeitstudie an der Mannheimer Normalbevölkerung, in der auch der Langzeitverlauf psychischer und psycho- somatischer Erkrankungen untersucht wurde, erbrachte als wesentliches Ergebnis, dass die "Kinder des Krieges" (die Geburtsjahrgänge zwischen 1935 und 1945), denen in den ersten sechs Lebensjahren der Kontakt zum Vater fehlte, noch über 50 Jahre später ein deutlich höheres Risiko für psychische Störungen aufwiesen als die Kriegskinder derselben Jahrgänge, die einen konstanten Kontakt zum Vater hatten.“ Und: „In einer aktuellen schwedischen Untersuchung an einer Stichprobe von über einer Million Kindern wurde - auch unabhängig vom Sozialstatus der Eltern - bei Kindern aus Einelternfamilien ein mehrfach erhöhtes Risiko für psychische Erkrank- ungen, Suizidalität, Alkohol- und Drogenkonsum sowie bei Jungen auch eine erhöhte Sterblichkeit gefunden.“ 25
In die gleiche Richtung weist eine andere Untersuchung: Jugendliche aus vaterlosen Familien stellen 63 % der Selbstmörder, 85% der Kriminellen, 75% der Drogenabhängigen, 71% Teenagerschwangerschaften.26

25 M. Franz, in: "Psychologie heute", 3/2004, S. 20ff
26 idea 28/04,2.

Vaterlosigkeit macht anfällig für „Führer“ und damit verführbar. Vielleicht war die Vaterlosigkeit nach dem 1. Weltkrieg ein Mitgrund für die Erfolge des „Führers“. Auch Johannes Paul II. weiß: „Wie die Erfahrung lehrt, ruft die Abwesenheit des Vaters in der Familie seelische und moralische Störungen und merkliche Schwierig- keiten in den familiären Beziehungen hervor...“28 Angesichts dieses Befundes ist es dringend nötig, den Vater neu zu entdecken und seine Bedeutung anzuerkennen, sogar wenn jemand das „Warum?“ der Wichtigkeit des Vaters noch nicht sofort versteht. Dann bedarf es jener Vernünftigkeit, die uns heute in Bezug auf Tiere selbstverständlich geworden ist: Wir tun alles, um Tiere artgerecht zu behandeln und zu halten. Auch wenn wir Zusammenhänge noch nicht verstehen, nehmen wir eine verborgene Vernunft in den Tiere und ihren Instinkten an und bestimmen von daher unser Verhalten ihnen gegenüber: in der von der Erfahrung bestätigten Annahme, dass sich die Tiere wohler fühlen und gesünder leben, wenn wir sie „artgerecht“ halten, als wenn wir auf ihre Bedürfnisse keine Rücksicht nehmen. Warum denken wir nicht in der gleichen Logik über die Menschen und ihre Bedürfnisse nach?

aus
„Gott Vater - Mensch Vater“ S.E. Weihbischof Univ. Prof. Pater Dr. Andreas Laun O.S.F.S., Salzburg
1. Europäische Väterkonferenz
15. und 16. September 2004 Palais Auersperg / Wien

Gruß
Michael

--
".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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