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Was unterscheidet einen Querulanten von einem Untertan?

Sandal Tolk, Dienstag, 19. Februar 2013, 07:28 (vor 2286 Tagen) @ Sigmundus Alkus

Wenn der Anwalt ihm mitteilt, er solle schweigen und zahlen, ist seine Beauftragung für ein Gerichtsverfahren sinnlos. Er verdient mehr daran, dem Mandanten zu möglichst vielen Gerichtsverfahren zu raten. Letztlich scheint auch jene Frau S. diese Strategie zu fahren. Der Ratschlag, den Umgang zu dosieren, führt beinahe zwangsläufig zu einem weiteren Rechtsstreit über den Umgang.

Du bezahlst ihm auf jeden Fall einige Stunden. Die Strategie mit den vielen Verfahren hast Du richtig erkannt. Als Vater kannst Du Dich nicht dagegen wehren, Du wirst vor dem Kadi gezerrt oder in einer Vollstreckungsabwehrklage gezwungen.

In diesem Fall verletzt der Anwalt seine Pflichten aus dem Anwaltsvertrag und haftet auf Schadensersatz. Denn entweder hat er Dich in einen unnötigen Prozess gezogen oder Dir geraten, eine unbegründete Forderung anzuerkennen.

Also noch ein Prozess. Jetzt stell Dir mal vor, dass der nächste Anwalt mit Deinem Anwalt zusammenarbeitet. Das gibt noch ein Prozess. Usw., usf. Dann wird "Querulant" gebrüllt!

Damit mir nicht vorgeworfen wird, dass ich nur meinen Fall breitschlage. Vielleicht liest sich mal einer den Bericht über Kachelmann durch:
Du musst zugeben, dass bei 37.000 EUR Rückforderung, der Fall von einem anderen Anwalt übernommen werden muss.
Also entweder
a) es bestehen berechtigte Zweifel an der Leistung des ehemaligen Anwalts
oder der neue Anwalt
b) hat ihn in einen unnötigen Prozess verwickelt

Was soll nun Kachi machen? Seinen Ex-Anwalt weiter durch die Instanzen jagen?

Oder seinen neuen Anwalt verklagen?

Vielleicht hält es der Kachelmann bis vor dem EMRGH durch, sollte er das Geld dafür haben.

Es ist aber eine Tatsache, dass der Zusammenhalt der Juristen insbesondere bei Gebührensachen hoch ist. Was aus dem RVG abzuleiten ist, musst Du zahlen. Soweit ich die Rechtsprechung verfolgt habe, kann man die Verfahren, die dem Mandanten etwas zustanden, an die Finger einer Hand abzählen.

Ich habe den Eindruck, dass den meisten Menschen die Erfahrung mit der Rechtsuche gänzlich fehlt.

"Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei", "Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand" sind doch Sprüche, die belegen, dass es vor Gerichte nicht mit rechten Dingen zugeht. Es soll ja Studien geben, die belegen, dass bis zu 80% der Gerichtsentscheidungen rechtsfehlerhaft sind.

Im Familienrecht sind sie zu 100% rechtsfehlerhaft, da sie den Schutz der Familie durch den Staat, gegen Abzocker nicht gewährleisten. Setze mal das gegen die Juristenkaste durch.

In keinem anderen Lebensbereich ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis so gross, wie in der Justiz. Wer sich damit genauer auseinandersetzt, stellt dann fest, dass der Unterschied dadurch entsteht, dass sich die RAe ihre Taschen mit dem guten Geld vom bösen Papa oder Vater Staat - im Familienrecht - füllen müssen, um zu überleben.

Menschenrechte sind sekundär und werden vor Gericht in den niedrigen Instanzen nie zu Sprache kommen, denn da geht es doch primär darum, dass Anwälte ihre Einkünfte sichern müssen.

Es geht also um den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wie der Fall Kachelmann beweist, die Praxis bringt Dich um.

Aus meiner Sicht ist hier zu differenzieren. Der Anwalt, der sich selbst in der Öffentlichkeit exponiert, wie z. B. durch männer- und väterfeindliche Behauptungen, muss auch entsprechende öffentliche Kritik und eine Auseinandersetzung mit seinen Aussagen vertragen können. Ein hohes Risiko besteht hingegen bei dem, der sich nach außen neutral gibt. Letztendlich müsste eine solche Sache mal ausgefochten werden.

Die brauchen sich ja gar nicht zu exponieren. Sie nehmen männliche Mandanten und machen nichts. Ihr Geld bekommen sie immer, siehe den vorhin genannten Fall Kachelmann. Greifst Du sie öffentlich an, bekommst Du noch eine Beleidigungsanklage und Schadensersatzforderungen wegen Rufschädigung.

So etwas gibt es z. B. hier:

http://www.anwaltvergleich24.de/fachanwalt/familienrecht
Aber hier stellt sich eben die Frage, inwieweit der juristisch nicht vorgebildete Mandant -abgesehen von eindeutigen Fällen- die fachliche Qualität seines Anwalts einschätzen kann. Einen Anhaltspunkt bieten die Erfahrungsberichte aber schon.

Es ist die Frage, wie lange diese Seite bestehen wird. Die eingetragenen Münchner Anwälte haben keine Erfahrungsberichte, ausserdem sind nicht alle Anwälte eingetragen.

"Und Du meinst, dass der Streitwert nach Recht und Gesetz gerechnet wird?"

Sicherlich nicht immer. Aber Streitwerte werden auch häufig zu niedrig festgesetzt. Bei Richtern ist die Ansicht, dass Anwälte eigentlich zu viel verdienen, ebenso verbreitet wie im Rest der Bevölkerung. Mit Familiengerichten habe ich allerdings noch nicht viel zu tun gehabt. Vielleicht ist dies dort anders.

Der Fall Kachelmann weiter oben spricht doch Bände. Hier noch ein Fall, der ebenfalls Bände spricht: Sexuell missbrauchte Adoptionskinder werden von der Anwaltschaft gnadenlos ausgebeutet, um Gebühren zu kassieren für etwas, was einem jeden Juristen sonnenklar sein müsste: Du kannst selbst Schweineadoptiveltern nicht doppelt in Anspruch nehmen: Einmal aus Unterhalt und einmal aus den Gebühren der Kostenbeitragsverordnung!

Obwohl es also ein Prozessbetrug war, haben sich die Anwälte in 3 Instanzen daran gesund gestossen. Schelte von den Richtern? Fehlanzeige, die werden doch ihre ehemalige Kollegen nicht blossstellen.

Genau so lässt die Justiz die Anwälte gewähren: Doppelte Unterhaltstitel sind an der Tagesordnung im Familienrecht. Unnötige Verfahren sind ebenso an der Tagessordung, siehe die Anwaltsproletarier!

"Oder meinst Du, dass die 34 Verfahren, die diesen Menschen hier belästigt haben, der Recht-Suchende selbst vom Zaun gebrochen hat?"

Nein, aber da wird es vermutlich schon seit längerem in der Familie rumort haben. Der Streit um die Erbschaft dürfte ein Stellvertreterkrieg für alle bisherigen Streitigkeit sein, die nicht Gegenstand eines Gerichtsverfahrens sein konnten.

Hallooo! 34 Verfahren bei 6 Geschwistern???
Schon mal von Schikaneverbot was gehört? DAS sind unnötige Verfahren!
Frag mal die Juristen, die kennen diesen Paragrafen nicht, bzw. tun so, als ob sie ihn nicht kennen würden!

"Die Justiz löst keine Probleme, sie ist das Problem!" Wallraff

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".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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