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Was unterscheidet einen Querulanten von einem Untertan?

Sigmundus Alkus, Sonntag, 17. Februar 2013, 20:52 (vor 2288 Tagen) @ Sandal Tolk

"Wie soll das funktionieren, wenn mann nicht veröffentlichen darf, was sie so anstellen?"

Ich meinte an dieser Stelle auch Mandate durch den konkreten Mandanten. Wenn der Anwalt ihm mitteilt, er solle schweigen und zahlen, ist seine Beauftragung für ein Gerichtsverfahren sinnlos. Er verdient mehr daran, dem Mandanten zu möglichst vielen Gerichtsverfahren zu raten. Letztlich scheint auch jene Frau S. diese Strategie zu fahren. Der Ratschlag, den Umgang zu dosieren, führt beinahe zwangsläufig zu einem weiteren Rechtsstreit über den Umgang.

"Es läuft meistens so, dass sie Dir etwas vorrechnen und in der Verhandlung werden plötzlich die überhöhten Forderungen der Gegenseite übernommen. Man schlägt Dir üblicherweise ein Vergleich IN DER Verhandlung vor, nicht davor."

In diesem Fall verletzt der Anwalt seine Pflichten aus dem Anwaltsvertrag und haftet auf Schadensersatz. Denn entweder hat er Dich in einen unnötigen Prozess gezogen oder Dir geraten, eine unbegründete Forderung anzuerkennen.

"Dürfen wir die Klarnamen der Anwälte veröffentlichen oder nicht?"

Aus meiner Sicht ist hier zu differenzieren. Der Anwalt, der sich selbst in der Öffentlichkeit exponiert, wie z. B. durch männer- und väterfeindliche Behauptungen, muss auch entsprechende öffentliche Kritik und eine Auseinandersetzung mit seinen Aussagen vertragen können. Ein hohes Risiko besteht hingegen bei dem, der sich nach außen neutral gibt. Letztendlich müsste eine solche Sache mal ausgefochten werden.

"Meinst Du, dass es möglich wäre, die Beratungsqualität der Anwaltschaft anhand unabhängiger Kriterien und durch ehemalige Mandanten beurteilen zu lassen? Gell, das wäre eine Riesenkatastrophe! Für die Anwälte!"

So etwas gibt es z. B. hier:

http://www.anwaltvergleich24.de/fachanwalt/familienrecht

Aber hier stellt sich eben die Frage, inwieweit der juristisch nicht vorgebildete Mandant -abgesehen von eindeutigen Fällen- die fachliche Qualität seines Anwalts einschätzen kann. Einen Anhaltspunkt bieten die Erfahrungsberichte aber schon.

"Und Du meinst, dass der Streitwert nach Recht und Gesetz gerechnet wird?"

Sicherlich nicht immer. Aber Streitwerte werden auch häufig zu niedrig festgesetzt. Bei Richtern ist die Ansicht, dass Anwälte eigentlich zu viel verdienen, ebenso verbreitet wie im Rest der Bevölkerung. Mit Familiengerichten habe ich allerdings noch nicht viel zu tun gehabt. Vielleicht ist dies dort anders.

"Oder meinst Du, dass die 34 Verfahren, die diesen Menschen hier belästigt haben, der Recht-Suchende selbst vom Zaun gebrochen hat?"

Nein, aber da wird es vermutlich schon seit längerem in der Familie rumort haben. Der Streit um die Erbschaft dürfte ein Stellvertreterkrieg für alle bisherigen Streitigkeit sein, die nicht Gegenstand eines Gerichtsverfahrens sein konnten.


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