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Was unterscheidet einen Querulanten von einem Untertan?

Sandal Tolk, Sonntag, 17. Februar 2013, 08:01 (vor 2402 Tagen) @ everhard

Warum tut man das also?

Wer jahrelang um mehr Umgang gekämpft hat und statt Umgang nur Ordner voller idiotischer Gerichtsbeschlüsse sammeln durfte, nur einen Anwalt nach den anderen beauftragen musste, weil jeder Beauftragte seine Arbeit nicht tat, der kommt irgendwann einmal zu dem Schluss:
- meine Kinder werde ich vermutlich nur dann sehen, wenn ich mich als Lakai im Hause ihrer Mutter verdingen könnte

Mann hat sicherlich mehrere Möglichkeiten in einem streitigen Verfahren:
a) mann lässt sich soweit erniedrigen, dass der Vater zwar Umgang hat, aber er wird von seinen Kindern als Waschlappen verachtet. Was dabei mit den Kindern passiert, soll Dir ein Psychologe erläutern.
b) mann hört auf und zahlt. Die Kinder fühlen sich vernachlässigt. Die Mehrzahl handelt so.
c) mann nutzt die "Netzwerke" und zahlt zusätzlich drauf. "Im Auslegen seid frisch und munter! Legt ihr's nicht aus, so legt was unter." hatte uns schon Goethe gelehrt. Sie erreichen ihr Ziel als Vater und zerstören oft die Mutter, denn sie verwenden das System, das eigentlich gegen sie aufgebaut wurde. Die Kinder haben also nun keine Mutter.
d) mann kämpft weiter mit dem System und irgendwann einmal trifft mann einen Anwalt, der einen weiterbringt, siehe Zaunegger. Dazu brauchst Du Glück, Zeit und Geld. Die wenigsten haben das.
e) mann geht auf die Barrikaden. Und stellt verwundert fest, dass kein Untertan ihm folgen wird, da auf der Barrikade keine Eintrittskarten verkauft werden, die eine dem System gemäßen Veranstaltung erkennen lassen könnten. (Möge mir der liebe Herrgott und der Kabarettist, dessen Äußerung ich jetzt so schlecht zitiere, mein Plagiat verzeihen).
...

Um mal Dampf abzulassen? In Ordnung, ist gut, muss sein, aber irgendwann muß man auch wieder produktiv werden.

Wieder produktiv werden? Wenn Du Deine Kinder nicht mehr sehen kannst, wird Dir doch etwas aus Deiner Seele gerissen! Da kannst Du nicht mehr so produktiv sein, wie früher, als Du Deine Kinder in den Armen halten durftest!

Deine Kinder, die Dein Leben bedeuteten - Du lebst ja nur durch sie weiter, durch das was Du ihnen als Werte vermittelst - sind nun weg!

Für wen willst Du also produktiv werden? Für das System?

Selbst wenn Du weiterhin arbeitest, wirst Du eigentlich nur funktionieren. Ich werde es nie vergessen, wie in einer Email-Runde, die entsorgten Väter sich gegenseitig bestätigten, dass sie bei Ansicht dieses Videos weinen.

Produktivität sieht anders aus. Du hast verloren, Mann! Das wird Dich Dein ganzes Leben verfolgen, bis ins Grab!

Ich habe einmal einen - früher - wohlhabenden Mann kennengelernt, der kein Unterhalt seiner Ex zahlen wollte. Er ist so weit gegangen, dass er sich für verrückt hat erklären lassen. Es endete damit, dass er dadurch tatsächlich einen Schlag bekam und nur von Hartz IV lebte, keiner Arbeit mehr nachging und nur noch vegetierte.

Seine wohlhabenden Eltern wurden daraufhin gezwungen, der Mutter Unterhalt für die Kinder zu bezahlen.

Nichts kann dieses System besser entlarven, als dieser "Einzelfall": Du kannst kämpfen, bist Du irre wirst, wenn wir nicht wollen, wenn Mutti nicht will, dann bekommst Du NICHTS! (Richter Schulz vom AG München >>"Natürlich haben die Väter auch Rechte wie Pflichten, aber das steht alles nur auf dem Papier", erklärt er, "Das ist die Ohnmacht eines jeden Familienrichters. Wenn eine Frau nicht will, kann man nichts machen."<< Merkur-online, 13.10.2013,
"Mit den Waffen einer Mutter", Im Streit um das Sorgerecht für Kinder haben Väter fast immer das Nachsehen,
von Kirsten Moser)

Das gibt Dir das System auch schriftlich, wenn Du brav Deine Anwalts- und Gerichtsgebühren bezahlst.

Um sein Kind öfter zu sehen? Hat hin und wieder geklappt, meist nicht, oder?

Bist Du Insider? Richtig! Meist nicht!

Natürlich, solche und ähnliche Aktionen haben denjenigen, die erfolgreich geklagt haben gezeigt daß sie nicht allein sind. Immerhin.

Nicht allein?

Haben wir eine starke Männer- und Väterrechtsbewegung?

Die Gegenseite hat sich eine handfeste "Geheimloge" aufgebaut und treibt mit ihren "Multiplikatoren" regelmäßig irgend eine Sau durchs Dorf (#aufschrei, OneBillionOneNightStand, "Unwort des Jahres"), um ihre Stärke zu testen und zu demonstrieren.

Die Männer- und Väterrechtsbewegung kriegt nicht einmal eine kleine "Welle" bei abgeordnetenwatch oder bei irgend einer Petition zustande. Jeglicher Versuch einer Zusammenarbeit scheitert an irgend einem Bedenkenträger. Oft hat mann den Eindruck, dass es V-Männer des Systems sind, die der Männer- und Väterrechtebewegung die Kraft entziehen sollen: Die verdienen doch besser an Angepasste, nicht an gute Väter!

Es scheitert aber auch daran, dass der Kampf solcher Menschen, wie Stefan, keine Unterstützung finden kann, weil diejenigen, die ihn unterstützen würden, ausgebrannt sind, nur noch funktionieren, also kaum noch produktiv sind.

Mit derartigen Homepages noch und nöcher mit mehr oder weniger wilden, oft wirren Anschuldigungen, Zusammenstellungen und (An-)klagen wird nur die Verzweiflung und die Wut der betroffenen Väter dokumentiert.

Hätte Zaunegger eine Homepage mit seiner Kritik an §1626 a BGB und der Behauptung, es wäre Diskriminierung der Väter nicht ehelicher Kinder, hätte es ebenfalls geheissen, das wären wirre Anschuldigungen und Zusammenstellungen, oder?

Ist es also nicht Grund genug, um eigentlich jeder Seite im Internet mehr zu glauben, als das, was das angepasste System absondert?

Zur Erinnerung: Die amtlichen Juristen hierzulande waren sich nach der EMRGH-Entscheidung nicht zu blöde zu behaupten, dass der EMRGH nicht die Diskriminierung der Väter angegriffen habe, sondern, dass der von Strassburg behandelte Fall, nur einen Fall, nämlich Zaunegger selbst betraf, also keine Diskriminierung vorliegen würde.

So etwas durfte mann von den ungebildeten und gleichgeschalteten Medien sicherlich auch erwarten.

Was mich aber am meisten verwunderte ist, dass es auch den Männer- und Väterrechtlern nicht bewusst wurde. Statt bei jeder Möglichkeit - also nicht nur gelegentlich in einem Artikel - die DISKRIMINIERUNG zu erwähnen und zu betonen - also auch im ganz normalen Alltag, in fast jedem Kommentar - daran erinnert, dass Männer und Väter DISKRIMINIERT werden, wird von kaum einem Zaunegger erwähnt, als ob mann sich fremdschämen würde, dass mann selber DISKRIMINIERT sei.

Dabei hätte gerade dieser Fall zum Paradigmenwechsel werden können!

Nichts beweist doch die Verlogenheit dieses Systems - des real existierenden Matriarchats - besser, als der unabhängige Beweis der DISKRIMINIERUNG des Mannes hierzulande, bei gleichzeitiger Milliardenverschwendung für "Gleichstellung".

Wenn dieser Fall Zaunegger, das Wörtchen DISKRIMINIERUNG damals als de-facto "Unwort des Jahres" in der Alltagssprache gebracht hätte, ja, dann hätte mann vielleicht etwas ändern können und solche Aktionen, wie die von Stefan wären nicht mehr nötig gewesen.

Gruß
Michael

--
".. why was it so rare for a hundred women to get together and build a ship ..., whereas men have fairly regularly done such things?" Roy Baumeister. Männer haben aber kaum für ihre Rechte als Väter gekämpft. Es ist Zeit, das zu ändern!


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