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Vom Patriarchat, feuchten Träumen,

Hans3, Mittwoch, 20. Juni 2012, 17:25 (vor 672 Tagen)

linken und liberalen Männerrechtlern

Michael Klein hat provozierend (hier im Forum – deshalb antworte ich auch hier) die Frage gestellt „ wie "linke" Männerrechtler mit diesem Erbe von Engels umzugehen gedenken“. Gemeint waren die angeblichen feuchten Träume von F. Engels und das, was er in einem seiner Werke geschrieben hat. (s. http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=8407)
Ich habe dann ganz zurückhaltend geschrieben, dass Dr. Diefenbach „leider nicht immer ganz korrekt vorgegangen [ist]“ (s. http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=8427 und folgende Beiträge), was Michael seltsamerweise zu einer heftigen Reaktion inklusiver pfälzischer Sprüche veranlasste.

Nun, ich möchte jetzt meine Behauptung begründen:
Dr. Diefenbach behauptet, dass Engels‘ Schrift „‚Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats‘ bis heute als Grundlagenwerk der marxistischen und der kommunistischen Weltanschauung gilt“. Das ist falsch (und nicht nur nicht ganz korrekt). Gerade dieses Werk war immer sehr umstritten und wurde in wesentlichen Teilen abgelehnt (Richtig ist allerdings, dass Ausbeutung bzw. Aneignung von Arbeitsergebnissen nur möglich ist, wenn der arbeitende mehr erzeugt als er selber braucht bzw. bekommt). Aus den Zitaten von Dr. Diefenbach müsste man ja schlussfolgern, dass Sozialisten gegen die Ehe und Familie sind. Das ist aber sowohl in der Theorie als auch in der Praxis nicht so, eher im Gegenteil. Jetzt könnte ich eigentlich schon aufhören, denn ich habe meine Behauptung, die Michael so erzürnte, bewiesen.

Aber es geht noch weiter: Dr. Diefenbach behauptet: „Diese Vorstellung [vom Matriarchat] ist heute untrennbar mit dem Namen Friedrich Engels verbunden“. Das ist eine Behauptung und kein Beweis; das unwissenschaftliche daran ist, dass sie auf dieser willkürlichen Behauptung dann ihre Beweiskette aufbaut.

Weiter: Sie nennt F. Engels in Zusammenhang mit Karl Marx und suggeriert damit, dass er der gleichen Meinung ist (was du auch ausdrücklich unterstützt). Im Allgemeinen stimmt das auch, aber gerade in diesem Fall hatte Marx eine andere Meinung als Engels; für ihn war die Ehe keineswegs der Ort der Unterdrückung der Frau und auch mit den Begriffen Patriarchat und vor allem Matriarchat konnte er sich nicht so recht anfreunden. Also noch ein Fehler der Autorin.
Aber bleiben wir bei Engels‘ Werk; ich zitiere mal daraus:
„Völker, bei denen die Weiber weit mehr arbeiten müssen, als ihnen nach unsrer Vorstellung gebührt, haben vor den Weibern oft weit mehr wirkliche Achtung als unsre Europäer. Die Dame der Zivilisation, von Scheinhuldigungen umgeben und aller wirklichen Arbeit entfremdet, hat eine unendlich niedrigere gesellschaftliche Stellung als das hartarbeitende Weib der Barbarei“
Klingt für mich so, dass die Frauen ihre gesellschaftliche Stellung erarbeiten sollen/müssen; Voraussetzung dazu muss aber, wie in dem Werk weiter zu lesen, die rechtliche Gleichstellung der Frau sein. Von Bevorzugungen und dgl. steht da nichts, auch nichts, was man als solches interpretieren könnte. Das hätte eine unvoreingenommene Wissenschaftlerin erkennen müssen. Aber sie hat nur das zitiert, was ihre Thesen unterstützt.
Wenn ich es recht bedenke, dann war Dr. Diefenbach nicht nur „nicht immer ganz korrekt“, sondern sie hat einige Fehler und Unkorrektheiten gemacht, und ihre Arbeit entspricht auch nicht den Kriterien, die Michael Klein gern an andere anlegt.
Und ich bin nur ein „Computer-Fuzzi“; was würde erst jemand finden, der sich von Berufswegen damit beschäftigt!

weiter Teil 2

Teil 2

Hans3, Mittwoch, 20. Juni 2012, 17:28 (vor 672 Tagen) @ Hans3

Das alles könnte man als o.T. betrachten, aber erstens hat Michael Klein diese Diskussion hier hereingetragen (z.T. unsachlich; dabei frage ich mich, wer denn nun die feuchten Träume hat: Engels oder Michael, wenn letzterer so ritterlich Dr. Diefenbach verteidigt – aber das nur nebenbei) und dann auch noch die „linken“ Männerrechtler direkt anspricht und zweitens sehe ich auch noch ein grundsätzlicheres Problem:
Michael gehört zu denjenigen hier, die den Feminismus fast immer zusammen mit dem Sozialismus, den Linken usw. „abbürsten“; also sinngemäß: Die Feministen, Sozialisten und Linken haben/sind… (und dann folgt irgendwas schlechtes). Und dann wird einfach alles Negative den Linken untergeschoben, auch wenn es genau das Gegenteil von linker Politik ist. Und das zuweilen in keinem guten Tonfall und beleidigend. Und wenn man ihm ernsthaft widerspricht, dann schweigt er (beleidigt?). (Hierauf hätte ich schon gerne eine Antwort: http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=8479 )
Kannst du, Michael, und alle die das auch so machen, nicht einfach gegen den Feminismus argumentieren, ohne gleichzeitig die „Linken“ anzugreifen?!
Das ist schon ein Problem für mich und insofern war meine Frage bzgl. der Manndat-Meinung schon berechtigt. Man stelle sich mal vor, Michael und ich würden zusammen mit oder besser gegen Feministen diskutieren und über kurz oder lang würde Michael dann auch gegen die „Linken“ und die Sozialisten usw. herziehen. Dann müsste ich Michael offen widersprechen und praktisch den Feministen Recht geben. Wenn jetzt alle Manndat-ler Michaels Meinung hätten… .
Ich ziehe doch auch nicht gegen Andersdenkende her (es sei denn, ich werde lange genug provoziert) und halte mich an das Thema des Forums im engeren Sinn. Es wäre schön, wenn es hier Allgemeingut wäre.


Gruß,
Hans3

Diefenbach/Engels/Marx

Eugen, Mittwoch, 20. Juni 2012, 19:22 (vor 672 Tagen) @ Hans3

Hallo Hans3,

deiner Analyse von Diefenbach/Engels/Marx kann ich kaum etwas entgegensetzen, kenne alle drei nur unzureichend, finde das nichtsdestoweniger sehr interessant. Warum soll man hier nicht auch was dazu lernen?

Michael gehört zu denjenigen hier, die den Feminismus fast immer zusammen mit dem Sozialismus, den Linken usw. „abbürsten“; also sinngemäß: Die Feministen, Sozialisten und Linken haben/sind… (und dann folgt irgendwas schlechtes).

Ich hatte ja in einem anderen Beitrag schon auf die seltsamen Koalitionen (Friede Springer, Liz Mohn, Merkel) verwiesen und dabei die noch seltsamere connection mit Alice Schwarzer noch nicht mal erwähnt. Alles natürlich stramme Linke ;-)

http://www.forum-maennerrechte.de/forum/index.php?id=8481

Nein Scherz beiseite. Ich denke der "Feminismus" der politisch Linken, wie auch der Grünen speist sich zu einem großen Teil nur aus schäbigem Opportunismus. Da kaufe ich noch eher einer Springer oder Mohn den Feminismus ab, oder zumindest ein gerüttelt Maß an Misandrie, gewissermaßen die natürliche Altersform der hohen Gattinnenliebe.

Das ist schon ein Problem für mich und insofern war meine Frage bzgl. der Manndat-Meinung schon berechtigt.

Das klang für mich so ein bisschen, als wolltest du hier im Forum "Manndat" zu einem links/rechts Bekenntnis nötigen, und das ist weder möglich noch wünschenswert. Nur ein geringer Teil der Teilnehmer hier sind Manndat Mitglieder - und nur Mitglieder dürfen den Verein nötigen ;-) Genau genommen bestimmen sie, was läuft.

Schönen Gruß, Eugen

und mal was zum Forumsthema: Quote

Hans3, Donnerstag, 21. Juni 2012, 12:50 (vor 672 Tagen) @ Eugen

deiner Analyse von Diefenbach/Engels/Marx kann ich kaum etwas entgegensetzen, kenne alle drei nur unzureichend, finde das nichtsdestoweniger sehr interessant. Warum soll man hier nicht auch was dazu lernen?

Das freut mich :-)


Nein Scherz beiseite. Ich denke der "Feminismus" der politisch Linken, wie auch der Grünen speist sich zu einem großen Teil nur aus schäbigem Opportunismus.

Für mich sind die Grünen ihrer tatsächlichen Politik nach keine Linken, sondern eine grün angestrichene FDP (aber ich will das Thema hier nicht weiter ausführen; für mich sollte das hier beendet sein) - plus extremer Frauenquote.

Apropos Frauenquote:
Wir lesen meistens Frauenquote, und damit ist alles "klar". Aber es lohnt schon manchmal, genauer zu lesen; dann wird einem die Verlogenheit dieser Quotendiskussion so richtig klar.
Relativ leise wird manchmal eine Frauenquote für Führungspositionen allgemein gefordert. Auch Vorstandspositionen werden eher selten gefordert. Aber Aufsichtsratsposten - das ist es! Das will z.B. Viviane Reding unbedingt durchsetzen.
Das sind kleine, aber feine Unterschiede.
Unteres und mittleres Management - viel Arbeit, Streß, Verantwortung und dafür rel. wenig Geld - schön "dumm", wer so was fordert.
Vorstandsposten: ok., viel Geld, Macht und hohes Ansehen - aber auch viel Arbeit, Verantwortung und auch noch Fachkompetenz - nichts für Politikerinnen.
Abgesehen davon ist sogar mal einem SPD-Mann (ausversehen ?) aufgefallen, dass ja die allermeisten Frauen nichts davon hätten.

Aber Vorstandsposten: wenig Arbeit, rel. viel Geld, dumm schwatzen reicht i.d.R. aus.

Kein Wunder, das Fr. Reding hier eine Frauenquote durchsetzen möchte! Sie sucht nämlich in absehbarer Zeit eine "Anschlussverwendung". Da käme so ein Posten gerade recht.
Von wegen Frauenrechte oder Gleichberechtigung (nicht mal Gleichstellung).
Sie sucht einfach nur ihren persönlicher Vorteil.


Das ist schon ein Problem für mich und insofern war meine Frage bzgl. der Manndat-Meinung schon berechtigt.


Das klang für mich so ein bisschen, als wolltest du hier im Forum "Manndat" zu einem links/rechts Bekenntnis nötigen,

Keineswegs!
Es ist schon manchmal eine Krux mit dem geschriebenen Wort. Was mir sonnenklar scheint kommt beim Leser ganz anders an. Also betrachte diesen Satz als nicht geschrieben (und außerdem distanziere ich mich davon ;-) )

Gruß,
Hans3

und mal was zum Forumsthema: Quote

Radfahrer @, Donnerstag, 21. Juni 2012, 17:19 (vor 671 Tagen) @ Hans3

Hallo Hans3,

Für mich sind die Grünen ihrer tatsächlichen Politik nach keine Linken, sondern eine grün angestrichene FDP (aber ich will das Thema hier nicht weiter ausführen; für mich sollte das hier beendet sein) - plus extremer Frauenquote.

ja prima, jetzt lieferst Du selbst ein Paradebeispiel jenes Spielchens, welches jede Rechts-Links-Diskussion in unseren Kreisen fruchtlos macht:
- Ich bin gut
- Ich bin links
- Also ist links gut
- Also ist alles, was nicht gut ist, auch nicht links.
(bei Michael kannst Du dasselbe Spiel beobachten, nur dass Du links mit liberal oder sonstwas gleichsetzen musst)

Deshalb dürfen die Grünen auch nicht links sein, denn sie sind nicht gut, und dann hängen wir ihnen das Schildchen "grün angestrichene FDP" an. Und damit den latenten Vorwurf des Neoliberalismus, welcher allerdings nur funktioniert, weil man selbst links ist und Neoliberalismus für böse hält.

Aber Vorstandsposten: wenig Arbeit, rel. viel Geld, dumm schwatzen reicht i.d.R. aus.

Ich vermute, Du meinst Aufsichtsratsposten. Bei meinem Arbeitgeber sind die Aufsichträte übrigens fähig, engagiert, ehrenamtlich und (per Zufall, nicht per Quote!) zu 50% weiblich.
Aber ich verstehe, was Du meinst. Konzerne vergeben gern Aufsichtsratspöstchen an Politiker und dotieren diese gut, schließlich ist dies eine super Lobby-Plattform. Auf so einen Posten wäre ich als potentielle Quotenfrau auch scharf. Und bin ich auch, wenn ich gerade mal wieder nicht vom PC wegkomme, und wunderbares Radfahrwetter ist.

Kein Wunder, das Fr. Reding hier eine Frauenquote durchsetzen möchte! Sie sucht nämlich in absehbarer Zeit eine "Anschlussverwendung". Da käme so ein Posten gerade recht.
Von wegen Frauenrechte oder Gleichberechtigung (nicht mal Gleichstellung).
Sie sucht einfach nur ihren persönlicher Vorteil.

Was ihr nicht zu verdenken ist. Wer tut dies nicht. Der Rest der Welt sollte halt nicht darauf hereinfallen.

Ich bin übrigens MANNdat-Mitglied und halte mich für einen "linken Männerrechtler".

Trotzdem: Ich bin es müde, zu diskutieren, ob die "Quote" ein "bürgerliches" oder ein "sozialistisches" Phänomen ist. Es is doch egal. Mir ist wichtig zu zeigen, dass die Quote Unrecht ist und mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

Und wenn ein von der grünangestrichenen FDP angeheuerter Werkstudent meint, mich als rechtskonservativ bezeichnen zu müssen, ist mir das auch egal.

Grüßle, Radfahrer

und mal was zum Forumsthema: Quote

Hans3, Donnerstag, 21. Juni 2012, 18:46 (vor 671 Tagen) @ Radfahrer


ja prima, jetzt lieferst Du selbst ein Paradebeispiel jenes Spielchens, welches jede Rechts-Links-Diskussion in unseren Kreisen fruchtlos macht:

Dabei wollte ich eben gerade keine Rechts-Links-Dikussion initiieren.

- Ich bin gut
- Ich bin links
- Also ist links gut
- Also ist alles, was nicht gut ist, auch nicht links.

Das ist deine - sehr freie - Interpretation.

Aber Vorstandsposten: wenig Arbeit, rel. viel Geld, dumm schwatzen reicht i.d.R. aus.


Ich vermute, Du meinst Aufsichtsratsposten.

Richtig.

Aber ich verstehe, was Du meinst. Konzerne vergeben gern Aufsichtsratspöstchen an Politiker und dotieren diese gut, schließlich ist dies eine super Lobby-Plattform. Auf so einen Posten wäre ich als potentielle Quotenfrau auch scharf. Und bin ich auch, wenn ich gerade mal wieder nicht vom PC wegkomme, und wunderbares Radfahrwetter ist.

Du gibst es wenigstens zu (und ich würde dich wahrscheinlich wegen deiner Ehrlichkeit auch wählen :-) ) und begründest es nicht scheinheilig z.B. damit, dass Radfahrer per se diskriminiert würden und Radfahrer im Aufsichtsrat z.B. eines Autokonzerns die Wettbewerbsfähigkeit desselben erhöhen würden usw.
Das ist eben der Unterschied zu Fr. Reding und Co.


Trotzdem: Ich bin es müde, zu diskutieren, ob die "Quote" ein "bürgerliches" oder ein "sozialistisches" Phänomen ist. Es is doch egal. Mir ist wichtig zu zeigen, dass die Quote Unrecht ist und mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

Zustimmung!


Gruß, Hans3

Teil 2

OttoV, Donnerstag, 21. Juni 2012, 09:32 (vor 672 Tagen) @ Hans3

Ich stimme deinem Beitrag in jeder Hinsicht zu. Der Feminismus hat seine Wurzeln nicht im Sozialismus, (mir ist nicht bekannt, Cuba sei ein feministischer Staat !!!!!), er ist in der Tat, wie Du schreibst, ein bürgerliches Phenomän, eine Erscheinung einer dekadenten Gesellschaft, die nicht mehr weiß, was sie noch alles anstellen soll.
Wir sollten uns nicht mit solchen Dingen beschäftigen, es gibt ihn nun mal und in Folge die Bubendiskriminierung und Mädchenbesserbenotung, die Beleidigung und Benachteiligung usw. und er muß mit allen denkbaren Mitteln bekämpft werden, deswegen muß in der Männerrechtsbewegung Platz sein für Rechte und Linke, Ältere und Junge, Männer und Frauen. Der Feminismus sollte für uns alle schlimmer sein als für "Rechte" die "Linken" und für die "Linken" die "Rechten".
Ausgrenzung ist unsere Sache nicht, sondern die der Feministen.

Fidel ist der größte aller Feministen, aber hallo!

Roslin, Freitag, 22. Juni 2012, 22:48 (vor 670 Tagen) @ OttoV

*(mir ist nicht bekannt, Cuba sei ein feministischer Staat !!!!!)*

Warum, glaubst Du, waren so viele führende FeministInnen VertreterInnen der politischen Linken?

Und sind es noch, auch wenn das die politische Linke erledigt, wie der Feminismus so ziemlich alles erledigt/zweckentfremdet/dysfunktional werden lässt, was er "erobert" und frauenschützend und -versorgend umzubauen beginnt bzw. umbauen lässt, denn sogar das müssen mehrheitlich noch Männer erledigen, so dass sich die Männer aus diesen Strukturen zurückziehen und damit das Element der Kompetition, das Verrottung und Versottung schützt.

Was Dekadenz anlangt: Kuba, das "sozialistische" Kuba, ist wesentlich dekadenter als die dekadenteste westlich-kapitalistische Demokratie.

Zum kubanischen Staatsfeminismus:

http://rendezvous.blogs.nytimes.com/2012/05/01/cuba-may-be-the-most-feminist-country-in...

Natürlich geht es Kubas Frauen nicht gut, sonst prostituierten sich nicht so viele.

Wer je als erkennbar westlicher Ausländer in Havanna war, weiß, wovon ich rede.

Es ist sagenhaft.

Und die Polizei, korrupt bis unter die Dachziegel ihrer verfallenden Dienstgebäude, kassiert mit, macht, ganz im Dienste sozialistischer Moral, den Zuhälter.

Den Rest besorgen diktatorial gefälschte Statistiken, die keine unabhängige Stelle überprüfen kann und die die linken Freunde Kubas entgegennehmen wie Salafisten den Koran.

PS: Korrektur

Roslin, Freitag, 22. Juni 2012, 22:54 (vor 670 Tagen) @ Roslin

Hier *das Verrottung und Versottung schützt* fehlt "vor": vor Verrottung und Versottung schützt.

Ohne Wettbewerb versumpft jedes System, denn der Mensch ist von Natur aus gefräßig, faul und geil, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Zu wenig Wettbewerb, was das auslöst, kann man in Kuba besichtigen, konnte man in der DDR auch, wenn auch nicht ganz so verheerend - Kuba ist schlimmer, in jeder Hinsicht.

Zuviel Wettbewerb macht auch viel kaputt - die Dosis macht das Gift oder das Heilmittel.

...mal wieder zugeschlagen

Eugen, Samstag, 23. Juni 2012, 12:25 (vor 670 Tagen) @ Roslin

Roslin hat mal wieder zugeschlagen :-(

*(mir ist nicht bekannt, Cuba sei ein feministischer Staat !!!!!)*

Warum, glaubst Du, waren so viele führende FeministInnen VertreterInnen der politischen Linken?

Cuba ist so sehr oder so wenig ein feministischer Staat, wie die DDR einer war.

Und ob führende FeministInnen auch VertreterInnen der politischen Linken sind, oder umgekehrt, das bedürfte einer Analyse... wenn man nichts besseres (z. B. das Eintreten für und Einfordern von Männerrechten) zu tun hätte.

Und sind es noch, auch wenn das die politische Linke erledigt...

...und ein Ergebnis einer solchen Analyse könnte sein, dass die politisch Linke vielmehr vom Feminismus profitiert und umgekehrt, ob uns das gefallen mag oder nicht. Während keine der Parteien sich auch nur im geringsten für Männerrechtler interessiert, wahrscheinlich weil sie auch nicht von ihnen profitieren, oder weil sie sie nur als einen bedeutungslosen Haufen von Streithammeln wahrnehmen, z.B. wenn sie in gewisse Foren schauen...

Was Dekadenz anlangt: Kuba, das "sozialistische" Kuba, ist wesentlich dekadenter als die dekadenteste westlich-kapitalistische Demokratie.

Ah ja? Kommt drauf an, was du unter Dekadenz verstehst. Wenn man gigantische Staatsverschuldungen als fortschrittlich ansieht, dann sind wir natürlich ungemein progressiv ;-)

Zum kubanischen Staatsfeminismus:
http://rendezvous.blogs.nytimes.com/2012/05/01/cuba-may-be-the-most-feminist-country-in...

Wenn Frauen stärker am Wirtschaftsleben teilhaben, dann muss das nichts mit Feminismus zu tun haben. Frag mal einen Ex-DDR´ler. Oder frag mal einen entsorgten und unterhaltspflichtigen Vater, wie der das sieht - um mal wieder aufs Thema zu kommen!

Teil 2

AndreasKs. @, Samstag, 23. Juni 2012, 16:13 (vor 669 Tagen) @ OttoV

Der Feminismus hat seine Wurzeln nicht im Sozialismus ... er ist in der Tat, wie Du schreibst, ein bürgerliches Phänomen, eine Erscheinung einer dekadenten Gesellschaft, die nicht mehr weiß, was sie noch alles anstellen soll.

Der Sozialismus kommt auch aus dem Bürgertum, nicht aus der Arbeitschicht.

Marx - Vater Anwalt
Engels - Vater Textilfabrikant
Lenin - Vater hoher Bildungsbeamter
Stalin - Vater Kleinunternehmer

Gruß

Andreas

Teil 2

Scharlih, Sonntag, 24. Juni 2012, 11:37 (vor 669 Tagen) @ AndreasKs.


Der Sozialismus kommt auch aus dem Bürgertum, nicht aus der Arbeitschicht.

Natürlich. Den Arbeitern geht es im Kapitalismus meist so gut, daß sie überhaupt keinen Bock auf Revolution haben. Das hat der Revoluzzer Joschka Fischer bei Opel in Rüsselsheim erfahren müssen und das wußte insbesondere Lenin sehr gut, der deswegen (in "Was tun?") Berufsrevolutionäre forderte.

Scharlih

Vom Patriarchat, feuchten Träumen,

Peter @, St.Gallen, Mittwoch, 20. Juni 2012, 22:51 (vor 672 Tagen) @ Hans3

„Völker, bei denen die Weiber weit mehr arbeiten müssen, als ihnen nach unsrer Vorstellung gebührt, haben vor den Weibern oft weit mehr wirkliche Achtung als unsre Europäer. Die Dame der Zivilisation, von Scheinhuldigungen umgeben und aller wirklichen Arbeit entfremdet, hat eine unendlich niedrigere gesellschaftliche Stellung als das hartarbeitende Weib der Barbarei“

Hallo Hans

Ich predige es seit Jahr und Tag: der real existierende Feminismus, der Privilegien für Frauen anstrebt, ist ein bürgerliches Phänomen. Es ist schlicht und einfach die Transformation des traditionellen bürgerlichen Geschlechterverhältnisses, die Anpassung an die veränderten Verhältnisse. Da mittlerweile die Ehegemeinschaft, die von ihrer Konzeption auf Dauer ausgelegt war (bis dass der Tod euch scheidet) und die traditionelle Arbeitsteilung nicht mehr die Regel ist, ist es nicht mehr DER (EHE-)MANN, der die Versorgungsleistung garantieren muss, sondern DER STAAT, der die Versorgung mittels Privilegierung garantieren soll.

In M.Kleins Sichtweise des Libertären ist jede staatliche Einflussnahme (ausser dem staatlichen Schutz des Eigentums vielleicht)Sozialismus. So betrachtet ist der institutionalisierte Feminismus, der sich der Institutionen des Staates bedient, eben ein sozialistisches Phänomen, genauso wie die Deutsche Fussballnationalmannschaft ein verdammungswürdiges sozilaistisches Kollektiv ist (das allerdings recht gut funktioniert) :)

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